10 Jahre Ema.Li Teil 10: Das neue Basispapier

Ema.Li NeuAuf der Mitgliederversammlung die während der dritten Akademie der Ema.Li im Februar 2019 in Wiesbaden stattfand,  wurde dann ein neues Basispapier verabschiedet.

                  ANDERS LEBEN, ANDERS ARBEITEN, ANDERS KÄMPFEN – FÜR EINE EMANZIPATORISCHE LINKE

Weil wir von der Notwendigkeit einer starken Linken in Deutschland überzeugt sind, weil wir meinen, dass diese Freiheit und Sozialismus im Kern zusammen denken muss und weil wir mit unseren Positionen und einer Schnittstellenfunktion zu anderen die Ausrichtung der LINKEN mitgestalten wollen, wirken wir als Emanzipatorische Linke zusammen.

In der Programmatik der Partei DIE LINKE gibt es leider zu wenig linksemanzipatorische und radikal- demokratische Inhalte. Die Emanzipatorische Linke lädt alle Menschen innerhalb und außerhalb der Partei DIE LINKE zur Mitarbeit ein, um immer wieder den nötigen Druck aufzubauen und auf die innerparteiliche Meinungsbildung im Sinne einer links-emanzipatorischen Politik Einfluss zu nehmen.

zum kompletten neuen Basispapier kommt hier

 

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10 Jahre Ema.Li Teil 9: Die Akademien der Ema.Li 2017 – 2019

Eigentlich sollte die erste Akademie schon im Dezember 2016 stattfinden sollen, aber verschiedene Fakturen führten dazu, das die erste Akademie erst im April 2017 im Naturfreundehaus in Hannover statt fand.

„Auf zu neuen Ufern!“ – war das Motto der ersten Akademie der Emanzipatorischen Linken vom 31. 03 – 02.04. 2017 in Hannover.

„100 Jahre Bahnsteigkarte“ – war das Motto der zweiten Akademie vom 20.04 – 22.04. 2018 in Leipzig

„Habemus Programm“ – war dann das Motto der dritten Akademie vom 08.02 – 10.02. 2019 in Wiesbaden

 

Akademie bei der Ema.Li heißt: Spannende und informative Podiumsdiskussionen und Workshop. Und natürlich kommt der Spaß auch nicht zu kurz, denn die Ema.Li versteht es auch zu feiern.

Teilweise kommen einige Beiträge von der Akademie 2017 zum Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE)  in die vierte Ausgabe der Schriftenreihe „Die fabelhafte Welt der Ema.Li“.

Einige Podiumsdiskussionen wurden damals auch gestraemt, leider sind sie nicht mehr im Netz zu finden.

Zu finden sind noch die Videos der Podien der Akademie 2018. Wir wünschen euch viel Spaß beim anschauen.

 


10 Jahre Ema.Li Teil 8: Die Schriftenreihe „Die fabelhafte Welt der Ema.Li“

Im Jahre 2015 brachte die Ema.Li Niedersachsen dann die Schriftenreihe der Ema.Li heraus. Zuerst nur als kopiertes Magazin und nur in Niedersachsen erhältlich.

In ihr schieben Mitglieder und Sympathisant*innen der Ema.Li, nicht nur aus Niedersachsen. Bisher erschienen:

  • 01/15   Zur Lage der Landespartei nach dem Landesparteitag am 7./8. Februar 2015 in Hannover  (Koordinierungskreis Ema.Li Nds)
  • 02/15  Die Ema.Li stärken, DIE LINKE aufmischen! (K. Peter Laskowski/Baden-Württemberg)
  • 03/15  Frankreich, die Linke und der Front National (Siggi Seidel/Niedersachsen)
  • 04/16  Die Parole „wer Gastrecht missbraucht, hat Gastrecht verwirkt“ wird der Situation nicht gerecht – und ist niemals Links! (K. Peter Laskowski/Baden-Württemberg)
  • 05/16  Fluchtbewegungen und Armutsmigration (Uwe Schwarz/Berlin)
  • 06/16  Links und libertär? Warum die Linke mit individueller Freiheit hadert (Klaus Lederer/Berlin)
  • 07/16  Fukushima – 5 Jahre danach (Dorothée Menzner/Niedersachsen)
  • 08/16  Das Unmögliche fordern, um das Mögliche zu erreichen (Anne Helm, Oliver Höfinghoff, (beide Berlin)Peter Laskowski/Baden-Würtetemberg)
  • 09/16  Ein neues Europa entsteht von unten (Katja Kipping/Sachsen)

 

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2016 wurde diese Idee dann vom Bundeskoordinierungskreis der Ema.Li aufgegriffen und die Schriften lag pünktlich zur ersten Akademie der Emanzipatorischen Linken in Druckform vor.

Bisher sind drei Ausgaben erschienen:

Let’s make it real – Freiheit und Sozialismus

Links-Libertär

Ein neues Europa

 


10 Jahre Ema.Li Teil 7: Das Erich Mühsam Fest 2014

In diesem Jahr wird die Emanzipatorische Linke (Ema.Li) 10 Jahre jung, wir dokumentieren hier einige bedeutende Abschnitte in der Gesichte der Ema.Li.

2014 war die Ema.Li Mitveranstalter des Erich Mühsam Festes in Berlin.

Vor bald 80 Jahren, in der Nacht vom 9. auf den 10. Juli 1934, wurde der jüdische Dichter und Publizist Erich Mühsam im KZ Oranienburg bestialisch ermordet. Er war eine der wichtigsten Stimmen der deutschen Bohème, emanzipatorischer Querdenker und gehörte als Revolutionär zu den Hauptakteuren der Münchner Räterepublik. Durch monatelange Folter entstellt, fand man seine sterblichen Überreste am 10. Juli 1934 aufgehängt in der KZ-Latrine. Dass er damit eines der ersten prominenten Opfer der NS-Diktatur wurde, war kein Zufall. Zum einen hatten die Nazis nicht vergessen, dass Mühsams Entlassung aus der Festungshaft 1924 ein Nebeneffekt jener Amnestie war, die eigentlich Hitler galt. Zum anderen hatten sie in Mühsam – zu Recht – einen ihrer gefährlichsten Widersacher erkannt. Er baute die Rote Hilfe mit auf und war einer der wenigen, die bis zum Schluss für eine Einigung der ideologisch zersplitterten Linken gegen den Faschismus kämpften.

Schon von 2001 bis 2004 wurde in Berlin das Andenken des großen Menschenfreundes Mühsam – jeweils am Wochenende nach dem Jahrestag seiner Ermordung – mit einem stetig wachsenden Fest gefeiert. Am Todestag deshalb, weil die Umstände seines Todes mehr über sein Leben verraten, als das Datum seiner Geburt. Als lebensbejahendes Fest deshalb, weil er sich genau das gewünscht hätte. „Menschen, lasst die Toten ruh’n und er erfüllt ihr Hoffen!“ – so heißt es in einem seiner Gedichte und an anderer Stelle fordert er dazu auf, Rotwein über seinem Grab zu trinken.

In diesem Geiste wurde das Erich Mühsam Fest von Berliner Künstlern und Vertretern verschiedener linker Gruppierungen als offenes gegenkulturelles Podium mit Lesungen, Konzerten, Ausstellungen, Performances, Vorträgen und Diskussionen konzipiert. 2001 lockte das erste noch sehr improvisierte Fest ca. 300 Menschen in das entlegene Fort Hahneberg, 2002 waren es schon ca. 600. Ins Stadtbad Oderberger Straße kamen 2003 mehr als 1.000 Menschen, und zu seinem 70. Todestag 2004 waren es 1.600 Zuschauer und über hundert Akteure auf vier Bühnen, die über alle Grenzen von Parteien und Gruppierungen hinweg im Geiste Erich Mühsams diskutierten und feierten.

Wir, die wir geistige Menschen sind, wollen zusammenstehen. In einer Reihe mit Vagabunden und Bettlern, mit Ausgestoßenen und Verbrechern wollen wir kämpfen gegen die Herrschaft der Unkultur! (…) Gerechtigkeit und Kultur – das sind die Elemente der Freiheit!

Erich Mühsam

Zwei Dinge möchten wir an dieser Stelle noch hervorheben, zum einen NOLO – Magazin für freiwillige Selbstentgrenzung.

Was ist NOLO? Dazu Erich Mühsam 1902 in der anarchistischen Zeitschrift Der ar­me Teufel. Darin heißt es:

„Nolo will ich mich nennen – nolo: Ich will nicht! Nein, ich will in der Tat nicht! Nein, ich will nicht mehr all die unnötigen Leiden sehn, deren die Welt so übervoll ist; mich all den Torheiten fügen, die uns die Freude rauben und das Glück; in all den Ketten hängen, die unsere Füße hindern auszuschreiten und unsere Hände zuzugreifen. Ich will nicht mehr mit ansehen, wie ungerecht und chaotisch des Lebens höchste Güter – Kunst und Wissen, Arbeit und Genuss, Liebe und Erkenntnis – verstreut liegen. Ich will nicht mehr – nolo!“

 

 

 

Und zweitens war die Emanzipatorische Linke Mitherausgeberin des Buches „DAS SEID IHR HUNDE WERT! – Ein Lesebuch. Erschienen im Verbrecher Verlag.

Aus dem Klappentext:

„Es ist möglich, Leben und Werk Erich Mühsams zu trennen. Er war Bohemien, Dichter, Anarchist, Humorist, politischer Publizist, Dramatiker , bisexueller Erotomane, Revolutionär, selbst in größter Not unbeirrbarer Menschenfreund und schließlich eines der ersten prominenten Opfer der Nazis.“

 


10 Jahre Ema.Li Teil 6: Macht ohne Herrschaft

Am 23. und 24. Februar 2013 fand in Berlin die erste Konferenz der Emanzipatorischen Linken in Berlin statt.

Auf dieser Konferenz beschäftigte sich die Ema.Li mit dem Thema: Anarchismus.

Die Ema.Li bot für die Menschen, die nicht vor Ort sein konnten, einen Livestream an. Diesen könnt ihr euch immer noch auf YouTube ansehen.

Hier dokumentieren wir für die Gesprächsrunde, die als Fishbowl durchgeführt wurde: Macht ohne Herrschaft Katja Kipping und Jochen Knoblauch im Gespräch, Moderation Konstanze Kriese.

 

 

Als sich der Parteitag der Linken im Oktober 2011 gegen die Aufnahme des Anarchismus in die historische Ahnenreihe entschied und diese gewichtige Strömung keine Erwähnung im Programm fand, entstand die Idee, dem Anarchismus eine Veranstaltung zu widmen. Dass Anarchismus nicht auf Bombenlegerei und Gesetzlosigkeit zu beschränken sei, mehr Spuren als nur Geschichten aus dem Spanischen Bürgerkrieg hinterlassen hat, sondern vielmehr als unverzichtbarer Ideenpool für libertäre, radikaldemokratische und gar pazifistische Einstellungen dient, sollte herausgestellt werden. Auch wollen wir zeigen, dass DIE LINKE und die Linke mehr umfasst als den konservativen Gewerkschaftsflügel oder eine verwaltungsfixierte Parteibürokratie.

Dass aus dieser Idee einmal eine große Konferenz entstehen würde, war in der Ideenfindungsphase so niemandem bewusst. Nach einem Jahr Planung und Vorbereitung, vielen tausend Stunden Arbeit, Rückschlägen und Erfolgen ist nun aber genau eine solche große Veranstaltung herausgekommen.

Am 23. und 24. Februar 2013 wollen wir nun gemeinsam über die Fragen von Demokratie, Freiheit, Anarchismus, über politische Theorie und Praxis diskutieren. Eingeladen haben wir Katja Kipping, Jochen Knoblauch, Helmut Ruge, Karsten Krampitz, Beate Kramer und viele andere. In Formaten, die das patriarchale aus Parteien wohlbekannte Vortrag-Frage-Antwort-Schema auflösen sollen, werden wir dem Anarchismus in Geschichte und Gegenwart auf den Grund gehen.

Buchpremiere „Schritt für Schritt ins Paradies“

Wir freuen uns, am zweiten Tag der Konferenz die neu erscheinende Anthologie „Schritt für Schritt ins Paradies. Handbuch zur Freiheit“ vorzustellen. Am 24. Februar, ab 11 Uhr, wird das von Karsten Krampitz und Klaus Lederer herausgegebene Buch mit einer Lesung präsentiert. Unter den vielen Autorinnen und Autoren, die sich an dem Sammelband beteiligt haben, finden sich etwa Robert Misik, Manja Präkels, Daniel Loick, Beate Kramer, Gerhard Senft, Konstanze Kriese, Markus Liske u.v.a.


10 Jahre Ema.Li Teil 5: Gründungsdokument der Emanzipatorischen Linken

Am 23.05.2009 wurde die Präambel und Satzung der Emanzipatorischen Linken in der Partei DIE LINKE beschlossen

Satzung des Zusammenschlusses Emanzipatorische Linke

Präambel
Die Emanzipatorische Linke (kurz: Ema.Li) organisiert sich als innerparteilicher Zusammenschluss in und bei der Partei DIE LINKE. Unter Emanzipation verstehen wir einen Lern- und Aneignungsprozess hin zur selbst bestimmten Verfügung über den eigenen Körper, über das eigene Leben und über die individuellen sowie gemeinsamen Bedingungen des Lebens und der Produktion. Der Weg zu einer demokratisch-sozialistischen Gesellschaft kann dabei nur als stetiger Lern- und Aneignungsprozess funktionieren, in dem die Menschen immer weiter lernen, in Freiheit und Gleichheit ihre Geschicke selbst in die Hand zu nehmen.
Die Emanzipatorische Linke erkennt an, dass in der Programmatik der Partei linksemanzipatorische und radikaldemokratische Inhalte auszumachen sind. Es gibt aber leider zu wenig davon und immer wieder ist Druck von Nöten, um auf die innerparteilichen Kräfteverhältnisse im Sinne einer linksemanzipatorischen Politik Einfluss zu nehmen. Deshalb lädt die Emanzipatorische Linke alle Genossinnen und Genossen, Strömungspoltikerinnen und Strömungspolitiker der etablierten Strömungen und auch Interessierte jenseits der Partei zur Mitarbeit ein. Die Emanzipatorische Linke versteht sich in diesem Sinne als innerparteiliche „Pressure Group“, die nicht zu allen politischen Fragen eine Position beziehen wird und es auch aushält, dass ihre Aktiven in einzelnen Politikfeldern nicht zu gemeinsamen Positionen kommen.

 

Beschlossen auf der konstituierenden Versammlung der Emanzipatorischen Linken am 23.05.2009 in Berlin.

Geändert auf der Bundesmitgliederversammlung der Emanzipatorischen Linken am 09.11.2013 in Hannover.


10 Jahre Ema.Li Teil 4: Anders leben, anders arbeiten, anders kämpfen – Basispapier der Emanzipatorischen Linken

Am 17. April 2010 verabschiedete die Emanzipatorische Linke (Ema.Li) ihr (erstes) Basispapier, das wir hier dokumentieren möchten:

 

Anders leben, anders arbeiten, anders kämpfen

Für eine emanzipatorische Linke

Anders leben, anders arbeiten, anders kämpfen

hier geht es zum ersten Basispapier:  Für eine emanzipatorische Linke

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