Und wer ist Evelyn Hamann?

Ein beliebter Platz bei den Stammtischen der Ema.Li in Hannover im Augusten 1, ist das „Loriot-Sofa“. Heute gab es mal die Frage an die beiden dort sitzenden Genossen, wer von beiden denn nun Evelyn Hamann sei.

loirot
Diese Frage wurde aber nicht abschließend erörtert, sie muss noch einmal aufgearbeitet werden. Ansonsten wurde diesmal über recht ernste Themen diskutiert, so zum Beispiel über die anstehende Kreismitgliederversammlung der LINKEN Region Hannover.
Ein anderes Thema war, wie kann es zu einer Kooperation der Rosa Luxemburg Stiftung Niedersachsen mit der LAG Emanzipatorischen Linke Niedersachsen kommen? Es wurde darüber Nachgedacht den Rosa Luxemburg Club Hannover wieder zu aktivieren, denn seit dieser nicht mehr in Hannover existiert, gibt eine große Lücke in der demokratischen Kultur der LINKEN vor Ort.
Ihr merkt , die Themen gehen uns nicht aus und ein Kommen lohnt sich immer, übrigens peilen wir ab 2015 den Stammtisch immer am letzten Mittwoch im Monat im Augusten 1 stattfinden zulassen, und  ein Stammtisch in Oldenburg steht auch zur Diskussion.

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Ein Abschied voller Bedauern

20. November 2014  der Freitag

Katja Kipping

„Ja, die Piraten waren bei Wahlen eine Konkurrenz für DIE LINKE. Ja, es hat mich mehr als einmal geärgert, wenn ich erlebte, dass es ihnen gelang, links-libertär eingestellte Menschen als Mitstreiter zu gewinnen, ohne als Partei in Gänze linke Politik zu machen. Ja, es gab einen Aderlass nicht nur bei den Wählern, sondern auch bei aktiven Mitgliedern zu den Piraten. …“ – Die Chefin der LINKEN, Katja Kipping, schreibt, warum das Kentern der Piraten bei ihr trotzdem keine Freude auslöst. weiterlesen


KPÖ: Grundeinkommen als programmatische Forderung

21.11.2014

Katja Kipping: „Gratulation! Nach 10 Jahren(!) Debatte hat die KPÖ beschlossen, ein bedingungsloses Grundeinkommen zu fordern. Passt – das Grundeinkommen ist ja auch commonistisch“

Beschlossen auf dem 36. Parteitag der KPÖ im Oktober 2014 in Wien

Die Kommunistische Partei Österreichs beschloss auf ihrem 36. Parteitag im Oktober 2014 in Wien nach zehnjähriger Debatte das Grundeinkommen als programmatische Forderung der Partei.

Im mit großer Mehrheit beschlossenen Antrag der Stadtleitung der KPÖ Wien heißt es:

Die KPÖ fordert ein personenbezogenes bedingungsloses Grundeinkommen in existenzsichernder Höhe für alle, die hier leben. Finanziert werden kann dies durch eine radikale Umverteilung des vorhandenen gesellschaftlichen Reichtums.

 Ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) fungiert als Wegweiser für unsere Politik, die ein Netz möglichst bedingungsloser Unterstützungen (Mindestpension, Kindergrundeinkommen, Bildungsgeld,…) und freiem Zugang zu wichtiger Infrastruktur (Energiegrundsicherung, 
Freifahrt, Bildung,..) zum Ziel hat. Das bedingungslose Grundeinkommen verdeutlicht unsere Haltung zu den Grundrechten. Beim BGE geht es für uns nicht nur um die Verteilung von Geld, sondern auch um die Verteilung von Arbeit, Zeit und Ressourcen.

“

Weiter heißt es: „Die Beschlussfassung nach fast zehnjähriger Debatte ermöglicht uns auch in bürgerlichen und linken Debatten die Forderung nach bedingungsloser Existenzsicherung mitzugestalten und zu beeinflussen. 
Zudem kann die KPÖ mit ihrer eigenen Formulierung eines BGE, mittels sozial- und steuerpolitischer Forderungen und der Thematisierung der Eigentumsfrage ein emanzipatorisches Profil des BGE in den sozialen Bewegungen schärfen.“

Gratulation!


Stammtisch der Ema.Li in Hannover

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und Freunde,

wie beim letzten Mal beschlossen, findet der nächste

Hannover-Stammtisch der Ema.Li am  Mittwoch, den 26.11.2014 ab 17.30 Uhr in der Gaststätte Augusten 1 (Augustenstraße 1) in Hannover statt.

Das Augusten 1 liegt direkt (hier: https://goo.gl/maps/uWRS4) hinter dem Hauptbahnhof Hannover, ist also leicht zu erreichen.

Auch dieses Mal gibt es keine Tagesordnung  – wir wollen einfach in gemütlicher Runde über Gott und die Welt  reden, zudem sprechen wir natürlich darüber, wie wir als emanzipatorische Linke mit all dem umgehen und was wir demnächst zur Verbesserung der Welt beitragen wollen. Über Besuch können wir diesen Mittwoch auch freuen, der Schauspieler, Regisseur und Ema.Li Sympathisant Frank Braunert-Saak kommt uns besuchen.

Und wer Lust hat kann mit ihm gegen 19:00 Uhr in Café Alice im Volgersweg 49 gehen, das ist quasi fast um die Ecke…der Grund dafür ist, Frank gibt dort eine Lesung:

Corny Conny – skurrile Lesung

Cornelius Pichler ist in jeder Hinsicht ein Verlierer. Der hauptamtliche Mikrofiche- Verfilmer steht vor dem beruflichen Aus. Als er, um ein Versprechen einzulösen, versucht zu kochen, katapultiert ihn ein defektes Küchengerät in eine Parallelwelt, die einem schlechten Western entnommen scheint.

Ein skurriles Abenteuer mit seltsamen Bekanntschaften dreht sich um die Frage, wie lange kann ein Loser im wilden Westen überleben kann?

LECKER essen; LECKER trinken; LECKER hören; LECKER sehen am 26.11. im Café ALICE: Eintritt frei!

Wer von euch diesem Tag keine Lust auf Kultur hat, bleibt halt dann noch im Augusten zu einem weiteren Bier, Wein oder ähnlichen…

In der Hoffnung auf zahlreiche Teilnahme am Stammtisch verbleibe ichmit emanzipatorisch-sozialistischen Grüßen

Siggi


Beschlossener Text für die Landespartei-Homepage DIE LINKE NIEDERSACHSEN

Nach mehr als drei Jahren der Vorbereitung hat sich die Emanzipatorische Linke Niedersachsen am 20. September 2014 in Hannover als Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) gegründet. Sie ist Teil des bundesweiten Zusammenschlusses „Emanzipatorische Linke“ in und bei der Partei DIE LINKE. Um Mitglied unserer LAG zu werden, ist eine Mitgliedschaft in der Partei nicht erforderlich.
Die Emanzipatorische Linke Niedersachsen hat sich auf ihrer Gründungsversammlung eine Satzung (Download-Link zum PDF-Dokument) gegeben und einen Koordinierungskreis gewählt, dem vorerst folgende Personen angehören und der paritätisch durch weibliche Mitglieder zu ergänzen sein wird:

Jörg Erlautzki, KV Aurich
erlautzki@dielinke-aurich.de

Frank Kosching, KV Osterode
kosching@krl.de
Falkenweg 14
37520 Osterode
Tel. 0170-3423077
www.kosching.de

Fares Rahabi, KV Region Hannover
bezirksrahabi@yahoo.de

Unter Emanzipation verstehen wir im gesellschaftlichen Kontext den Weg zu einer demokratischen sozialistischen Gesellschaft als stetigen Lern-, Aneignungs- und Reflexionsprozess. Er gründet sich darauf, dass es die Menschen lernen, in Freiheit und Gleichheit ihre Geschicke selbst in die Hand zu nehmen. Diesen Anspruch wollen wir in praktische parlamentarische wie außerparlamentarische Politik herunterbrechen. Dazu dienen uns die nachstehenden Leitlinien und Ziele:

Leitlinien und Ziele der Emanzipatorischen Linken Niedersachsen

Wir setzen uns ein für emanzipatorische soziale Standards und Rechte auf nationaler, europäischer wie auf globaler Ebene. Im Vordergrund steht für uns die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens als linksemanzipatorisches Transformationsprojekt.
Wir wollen Grund- und Freiheitsrechte konsequent verteidigen und ausbauen. Wir sind für ein freies Internet und eine umfassende Demokratisierung der Gesellschaft. Wir treten ein für die Erweiterung plebiszitärer Elemente im Grundgesetz und für die Erleichterung von Bürgerentscheiden sowie Bürgeranträgen in der niedersächsischen Kommunalverfassung ein und wollen die Bürgerbeteiligung in der kommunalen Bauleitplanung wie in allen relevanten Planungs- und Genehmigungsverfahren ausbauen.
Wir kämpfen für eine nachhaltige und ökologische Ausrichtung der LINKEN, die gleichzeitig mehr soziale Gleichheit und individuelle Freiheitsräume schafft. Wir sehen politische Ökologie als Bestandteil eines integrierten Nachhaltigkeitsbegriffes, der zudem die soziale und die ökonomische Dimension umfasst. Für Niedersachsen streben wir beispielsweise eine sozialökologische Landesentwicklung an und fordern kostenfreien Personennahverkehr.
Für ein konsequent feministisches Profil der LINKEN. Wir wollen eine Kritik der Geschlechterverhältnisse, die über „gleichen Lohn für gleiche Arbeit“ hinausgeht.
Für ein gleichberechtigtes solidarisches Bündnis mit der Arbeiterbewegung und neuen sozialen Bewegungen.
Die emanzipatorische Linke setzt sich für eine politische Kultur der Offenheit und der argumentativen Auseinandersetzung ein.


Rasch isoliert. Die linke Bürgerbewegung war 1989 nicht imstande, eine überzeugende Alternative gegenüber den »Wendehälsen« zu bieten

Die »Initiative für eine Vereinigte Linke« (VL) strebte im Herbst 1989 eine revolutionierte eigenständige DDR an, in der ein »Sozialismus der Freiheit und Demokratie« gegen den von der SED zu verantwortenden Scheinsozialismus, genannt »real existierender Sozialismus«, zu erkämpfen war. Die Initiatoren traten als eine explizit auf den demokratischen Sozialismus orientierende Programmgruppe auf, welche mit dem als »Böhlener Plattform« bekannt gewordenen Aufruf ihre Kampfansage an den in der DDR herrschenden Politbürokratismus formulierte.

Ihre Protagonisten kamen aus der zweiten und dritten Generation linker antistalinistischer Opposition in der DDR, die vor allem von den Erfahrungen des »Prager Frühlings« 1968 sowie den Verhältnissen parteidiktatorischer Herrschaft unter Honecker geprägt waren. In dieser nominalsozialistischen Despotie wurden die Verfechter der politischen Alternative eines Sozialismus der Freiheit und Demokratie folgerichtig als Staatsfeinde betrachtet und auch so behandelt.

Der ganze Artikel von Thomas Klein ist im ND vom 4. Novemeber erschienen und hier zu lesen. Thomas Klein, geboren 1948, arbeitete im DDR-Wissenschaftsbereich und schloss sich linken oppositionellen Zirkeln an. 1989 war er Mitgründer der Vereinigten Linken (VL).


Grundeinkommen – Die Debatte in der LINKEN

http://www.die-linke-grundeinkommen.de/WordPress/?p=4304


In der Partei DIE LINKE hat die Grundeinkommensidee eine Geschichte. In der PDS und der Rosa-Luxemburg-Stiftung wurde das Grundeinkommen schon vor der Vereinigung mit der WASG diskutiert. ProtagonistInnen waren zum Beispiel Katja Kipping und Christoph Spehr. Beflügelt wurde diese Debatte durch die Existenzgeldforderung der unabhängigen Erwerbslosenbewegung in Deutschland, die die Forderung nach einem Grundeinkommen auch immer mit einer linken Kritik an der Lohn- und Erwerbsarbeit und kapitalistischen Ökonomie und mit einer radikalen Ablehnung der Zwangsarbeit verband. Dem entsprechend sind die GegnerInnen der Grundeinkommensidee auch schnell zu lokalisieren: Das sind …. (mehr)