Landesausschuss der LINKEN Niedersachsen nimmt Gründung der Ema.Li zur Kenntnis

Auf der heutigen Sitzung des Landesausschusses der LINKEN Niedersachsen (dem höchsten Gremium der niedersächsischen Partei DIE LINKE zwischen ihren Parteitagen) wurde den anwesenden Vertretern der Kreisverbände die am 20.9. erfolgte Gründung der Emanzipatorischen Linken Niedersachsen als Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der Partei zur Kenntnis gegeben.

Seitens des Präsidiums wurde dabei festgehalten, dass diese nunmehr satzungsgemäß festgestellt sei, da die Bedingungen zur Gründung einer LAG (mindestens 20 Mitglieder aus mindestens 5 Kreisverbänden der Partei) gegeben sind. Damit verbunden ist für die Ema.Li auch die Möglichkeit, im kleinen Rahmen auf Gelder der Partei zuzugreifen, um ihre Arbeit (mit) zu finanzieren.

Auf der kommenden Mitgliederversammlung der Ema.Li-Niedersachsen, die kommenden Samstag, den 1.11.2014 ab 11 Uhr im hannoverschen „Freizeitheim Vahrenwald“ (Vahrenwalder Straße 92, Raum 15)  stattfinden wird, sollen nun (unter anderem) die unsererseits geplanten Veranstaltungen für das kommende Jahr geplant werden.

Wir werden an dieser Stelle anschließend selbstverständlich über die Ergebnisse berichten.

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Stammtisch der Ema.Li in Hannover

Was haben Gremlizas Express, schwule Muslime, Katja Kipping, Die Zeitschrift Sozialismus, das Bedingungslose Grundeinkommen, Kultur im Allgemeinen und im Besonderen miteinander gemeinsam?

Sie alle waren heute beim Stammtisch der Ema.Li in Hannover Thema von Diskussionen. In gemütlicher Atmosphäre, bei Bier und Alsterwasser wurde im Augusten 1 über „Gott und die Welt“ gesprochen.
Als sehr lecker wurde dabei auch wieder der hausgemachte Kartoffelsalat und die Bouletten des Augusten 1 erachtet, was dann auch zu einer Diskussion über Vegetarismus und Veganismus unter den Anwesenden führte, da die Küche dort leider keine vegetarischen oder gar veganen Speisen hergibt, was dann schon ein kleines Manko sei, wie die anwesenden Vegetarier anmerkten. Des Weiteren gab es Exkurse in die Ungereimtheiten der deutschen Sprache: „eingefleischte Vegetarier“ oder „nicht richtig gefälscht“ seien hier als Beispiele genannt.
Alles in allen wurde jedenfalls viel gelacht – ein Vorbeikommen lohnt sich also immer…
Der nächste Stammtisch wird am 26.11.14 wieder im Augusten 1 stattfinden.
Gäste sind herzlich willkommen.aug1


Einladung zur Mitgliederversammlung am 1.11.2014

 

 

Liebe Genossin, lieber Genosse,
hiermit möchten wir dich ganz herzlich zur

Mitgliederversammlung der Emanzipatorischen Linken Niedersachsen

einladen. Sie findet am

Samstag, den 1.11.2014 ab 11 Uhr in Raum 15 des
Freizeitheim Vahrenwald, Vahrenwalder Straße 92 in Hannover

statt. Das Freizeitheim ist vom Hauptbahnhof direkt mit den U-Bahnlinien 1 (Richtung Langenhagen) und 2 (Richtung Alte Heide) per Kurzstreckenticket zu erreichen. Du steigst dazu drei Stationen nach dem Hauptbahnhof an der Haltestelle Dragonerstraße aus (siehe auf der Karte auch hier: www.goo.gl/maps/LeaOL).

Tagesordnungsvorschlag für die Mitgliederversammlung der Emanzipatorischen Linken Niedersachsen

1. Begrüßung und Formalia (Festlegung der Sitzungsleitung, Protokollführung, Wahlkommission etc.)
2. Ggf. Vorstellungsrunde
3. Diskussion über bisherige Aktivitäten (z.B. über die Kundgebung und Demonstration gegen die Einheitsfeierlichkeiten in Hannover)
4. Diskussion über Programmatik und Ziele der Ema.Li-Nds
5. Nachwahl weiblicher Mitglieder des Landeskoordinierungskreises (LAKO)
6. Veranstaltungs- und Vorhabenplanung
7. Antragsbehandlung
8. Termine und Verschiedenes

 

 


Was ihr feiert: Armut, Ausgrenzung, Leistungszwang

 GEGEN

Aus Anlass des dieses Jahr in Hannover stattfindenden „Tages der Deutschen Einheit“ hat sich das Bündnis „Oct3“ gegründet, um die dortige Abfeierei der Nation kritisch zu begleiten. Die Emanzipatorische Linke Niedersachsen unterstützt den entsprechenden Aufruf „Gegen die Einheitsfeier 2014 in Hannover“ und ruft zur Teilnahme an der heutigen Musikkundgebung mit FRITTENBUDE und THE TOTEN CRACKHUREN IM KOFFERRAUM, sowie der morgigen Demonstration auf. Details zu alledem findet ihr auf der Bündniswebseite http://www.oct3.net .

GEGEN DIE EINHEITSFEIER 2014 IN HANNOVER

Am dritten Oktober diesen Jahres ist Hannover Gastgeber des Spektakels rund um die Einheitsfeierlichkeiten. Gefeiert wird an diesem Datum ganz unspektakulär der Stichtag der formellen Übernahme der DDR durch die BRD. In Hannover wird sich der Deutsche Staat anlässlich dieses Tages in Szene setzen und seine Politik würdigen lassen, ohne die nationalistisch aufgeladene feucht-fröhliche Stimmung der Fußballfanmeilen. So oder so – kein Grund zum Feiern. Denn diese Ordnung, die mit der Politik des deutschen Staates gesichert wird, bedeutet immer auch: Armut, Ausgrenzung und Leistungszwang.

Armut

Alles, was diese Gesellschaft bietet und produziert, ist für uns nur gegen Geld zu haben. Dafür, dass das so bleibt sorgt der deutsche Staat. Das Eigentum an Häusern, Fabriken und Rohstoffen bleibt exklusiv Wenigen vorbehalten und wird nach ökonomischem Interesse verwaltet. Um möglichst gute Bedingungen für die eigene nationale Ökonomie zu schaffen, versucht Deutschland als Verwalter neben einer guten Infrastruktur auch für billige Arbeitskräfte zu sorgen. Dies sichert der Staat durch niedrige Sozialleistungen, geringen Kündigungsschutz und Schikanen auf dem Amt. Er sorgt auch durch seine Polizei und Justiz dafür, dass wir uns nicht einfach nehmen können, was wir zum Leben brauchen. Und so müssen wir uns auch noch zum schlechtesten Lohn verkaufen, um uns das Leben leisten zu können.

Ausgrenzung

Für die Menschen, die in ihren Heimatländern nicht einmal das können und deshalb versuchen hier her auszuwandern, endet die Flucht oft bereits an den europäischen Außengrenzen. Obwohl immer wieder Flüchtende bei dem Versuch die hermetisch abgedichtete Festung Europa zu erreichen, sterben, stimmen die überzeugten Nationalisten*innen dieser brutalen Politik noch zu. Für sie sind Flüchtende nichts anderes als potentielle Kostenfaktoren für “ihre” Nation, denn “die” gehören “qua Natur” nicht zum eigenen nationalen Kollektiv. Konsequenterweise sollen daher auch die Menschen, die es hier her geschafft haben und nicht abgeschoben werden können oder sollen, stets ihre Leistungsbereitschaft unter Beweis stellen und sich gefälligst integrieren. Ausländer bleiben sie trotzdem und vor rassistischen Übergriffen schützt sie auch der deutsche Pass nicht.

Leistungszwang

Das alltägliche Hauen und Stechen in dieser Gesellschaft sorgt nicht gerade für eine solidarische Grundstimmung unter den Menschen. Obwohl wir schon nicht selber darüber entscheiden können wie und was produziert wird, müssen wir uns jetzt auch noch um mehr oder weniger schlecht bezahlten Arbeitsplätze streiten. Immer in Abhängigkeit des Gewinninteresses eines Arbeitgebers opfern viele ihre Freizeit und Kreativität in unbezahlten Praktika und Leiharbeitsjobs, schleppen sich krank zur Arbeitsstelle oder gehen noch unter Hartz IV Niveau arbeiten, in der Hoffnung auf eine halbwegs gesicherte Existenz.

Damit diese Zustände ertragbar werden, wird sich eine solidarische Gemeinschaft im nationalen Kollektiv einfach herbei imaginiert. So kann man sich noch unter den beschissensten Umständen mit Stolz für Staat und Kapital krumbuckeln.

Während am dritten Oktober auch die Leute in Hannover sein werden, die sich mit dem Vorankommen der Nation und allem was dazu aus ihrer Sicht notwendig ist identifizieren, werden auch wir da sein. Denn die Feier der Nation ist ein Angriff auf das schöne Leben und ein Hohn gegenüber der Gesellschaft, wie wir sie uns vorstellen: Wir wollen eine Gesellschaft die die Produktion, das Wohnen, die Bildung nicht nach kapitalistischen Interessen, sondern nach den Bedürfnissen der Menschen organisiert. Für eine Zukunft ohne Nationalismus und Nation gehen wir am dritten Oktober auf die Straße.

Denn was ihr feiert ist: Armut, Ausgrenzung, Leistungszwang!